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Montanuni: Saubere Abwässer durch Diamantelektroden |
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Montanuni: Saubere Abwässer durch
Diamantelektroden
Mit einem neu
entwickelten Verfahren können organische Inhaltsstoffe im Abwasser zu
Kohlendioxid und Wasser abgebaut werden.
Lipophile Stoffe wie Öle und Fette aus
Gemischen und Emulsionen verschmutzen unsere Abwässer. Im Rahmen des
FFG-Bridge-Projekts „Alternative Behandlungsverfahren für den Abbau von
Öl-Wasser-Gemischen/Emulsionen“ arbeiten Wissenschafter des Instituts für
nachhaltige Abfallwirtschaft und Entsorgungstechnik der Montanuniversität Leoben
an einem neuen Verfahren. Als Industriepartner ist die Saubermacher
Dienstleistungs AG am Projekt beteiligt.
Diamantelektroden als Lösung
„Um die Abwässer zu reinigen haben wir auf Diamantelektroden
zurückgegriffen“, erklärt Dipl.-Ing. Hannes Menapace vom Institut. Die Anodische
Oxidation zählt zu den elektrochemischen Oxidationsverfahren. In einem
Durchflussreaktor werden dazu katalytisch aktive Anoden (Diamantelektroden)
installiert. Beim Durchfließen des Abwassers (ist gleichzeitig auch Elektrolyt)
durch den Reaktor kommt es zur in-situ Erzeugung von Oxidationsmitteln. „An
unserem Versuchsstand werden entsprechende Versuche zur Beurteilung der
Abbauleistung für Öle und Fette durchgeführt“, erklärt Menapace weiter. Die im
Reaktor eingebauten Diamantelektroden werden mit Gleichstrom betrieben. Die
Energiezufuhr erfolgt über Kontaktierungselektroden. Diese am Markt erhältlichen
Elektroden werden im Labormaßstab auf Ihre Eignung (Haltbarkeit) hin untersucht.
Weiters wird an einem zweiten Versuchsstand das Langzeitverhalten
(Leistungskurve) der eingesetzten Diamantelektroden unter möglichst
realitätsnahen Betriebsbedingungen untersucht. „Die Elektrodentests sollen
Aussagen über die praktische Einsetzbarkeit dieser liefern“, so Menapace.
Technische Machbarkeit für
Großanlagen
Ein Ziel des Projektes
stellt die Implementierung dieses Verfahrensschritts bei chemisch-physikalischen
Abfallbehandlungsanlagen dar. Im Technikumsmaßstab werden mit der Anodischen
Oxidation im Rahmen eines noch laufenden Vorprojektes auf einer kommunalen
Kläranlage bereits sehr erfolgversprechende Untersuchungen durchgeführt. So
konnten bei der Behandlung von Arzneimittelrückständen Abbauraten von über 99%
erreicht werden. Man will sich nun in diesem Projekt auch die
Behandlungsmöglichkeiten bei speziellen Abfallströmen ansehen Bei einer
entsprechender Effizienz der Anlage in der Produktion der Oxidationsmittel,
können im Idealfall die gesamten organischen Inhaltstoffe im Abwasser zu
Kohlendioxid und Wasser abgebaut werden. „Wichtig ist für uns, dass neben den
ökologischen auch ökonomische Aspekte mit einfließen“, resümiert Menapace.
Anhand der erzielten Ergebnisse sollen daher auch Vergleiche mit anderen
Behandlungsmethoden durchgeführt werden. Auch die HTL Kapfenberg ist in das
Projekt eingebunden und leistet unterstützende Arbeit.
Weiter Informationen
Dipl.-Ing. Hannes Menapace
Institut
für Nachhaltige Abfallwirtschaft und Entsorgungstechnik – Montanuniversität
Leoben
E-Mail:
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Tel.: 03842/402-5105
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 01 Oktober 2008 )
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