| Auswirkungen des Klimawandels in Österreich | | Drucken | |
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Aktuelle Ergebnisse aus dem Forschungsprogramm StartClim In StartClim setzen sich ForscherInnen seit Anfang 2003 mit dem Klimawandel und seinen Folgen in Österreich auseinander. Die Ergebnisse aus den im Sommer 2008 abgeschlossenen StartClim-Projekten zeigen anhand von Fallbeispielen mögliche Auswirkungen auf Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, Gesundheit, Tourismus und Energiewirtschaft.Klimawandel: Auswirkungen auf Energiewirtschaft und Tourismus
Der für Klimaanalysen unentbehrliche qualitätsgeprüfte meteorologische Datensatz wurde um die tägliche Schneehöhe erweitert. Eine Analyse der letzten 50 Jahre ergab, dass sich die Dauer der Winterschneedecke und die Zahl der Tage mit Schneedecke an den Stationen im Süden Österreichs fast überall signifikant verringert haben. Im Norden hingegen gab es mehrere Stationen ohne signifikante Veränderungen.
In den letzten zwei Jahrzehnten stieg die Zahl der Neuerkrankungen mit bösartigen Melanomen kontinuierlich an, Männer sind stärker betroffen als Frauen. Diese Zunahme dürfte zumindest teilweise auf erhöhte UV-Strahlung als Folge des Ozonabbaus in der hohen Atmosphäre zurückzuführen sein. Durch das Verbot Ozon schädigender Substanzen hat sich die Ozonkonzentration in der Höhe leicht stabilisiert. Offen ist allerdings noch die Frage, wie sich der Klimawandel auf diese Entwicklung auswirken wird. Jedenfalls kann der erwartete Rückgang der Bewölkung in den Sommermonaten zu einer weiteren Erhöhung der UV-Belastung am Boden führen.
Die Schädlingsfauna in der österreichischen Landwirtschaft verändert sich vermutlich als Anpassung an den Klimawandel. Um rechtzeitig reagieren zu können, wurde ein systematisches Monitoringsystem der Schädlingsfauna in der Landwirtschaft ausgearbeitet.
Zur Abschätzung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels wurde ein Modell entwickelt, das auf regionaler Ebene die Interaktion zwischen Klimawandel, seinen physischen und sozioökonomischen Folgen und politischen Maßnahmen erfasst. Mit diesem Modell konnte gezeigt werden, dass sich durch Vermeidungspolitik die regionale Wertschöpfung um bis zu 3 % erhöhen kann, wenn die Wohnbausanierungsrate und der Ausbau der Biomasse erhöht werden.
StartClim wurde als Reaktion auf die Hochwasserereignisse 2002 mit dem Ziel gegründet, Folgen des Klimawandels zu untersuchen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. In Projekten mit einer Laufzeit von zehn Monaten betrieben bisher ca. 90 österreichische WissenschafterInnen Klimafolgenforschung. Die wissenschaftliche Projektleitung von StartClim liegt bei Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb vom Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur Wien, verwaltet wird StartClim vom Umweltbundesamt. Finanziert wird StartClim von: BMLFUW, BMWF, BMGFJ, BMWA, Österreichische Nationalbank, Österreichische Hagelversicherung, Umweltbundesamt, Verbund Austrian Hydro Power AG. |
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 14 Oktober 2008 ) |
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