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Freitag, 18 Mai 2012
 
 
Mentale Stärke entscheidet über Sieg oder Niederlage | Drucken |  E-Mail
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Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig.
Sokrates

Martin Winkelhofer unterstützt als Mentaltrainer Menschen in allen Lebenssituationen dabei, Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Bei vielen seiner Seminarteilnehmer konnte er schon beobachten, dass sie Vieles im Leben mit einer positiven, auf Erfolg ausgerichteten Einstellung, leichter erreichen konnten. Was genau, passiert bei einem Mentaltraining und warum wirkt es?

 life-science
Der Sport hat dazu beigetragen, dass Mentaltraining in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert wird. Wofür kann Mentaltraining aller eingesetzt werden?

Winkelhofer:
Mentaltraining lässt sich vielfältig einsetzen: Spannungen abbauen, Energie mobilisieren, Schmerzen von Sportverletzungen lindern, Motivation und Wettkampfleistungen steigern. Im Grunde kann man Mentaltraining in allen Lebensbereichen einsetzen. Im Sport, im Beruf, sowie in der Gesundheit. Mentaltraining wird im beruflichen sowie im Privaten Leben sehr, sehr unterschätzt.

life-science
Was genau passiert bei Mentaltraining?

Winkelhofer:
Spitzensportler fahren z.B. die Abfahrt  schon Tage vor dem Wettbewerb in Gedanken durch. In einem Entspannungszustand (Alphazustand / Trance) programmieren Sie sozusagen ihr Unterbewusstsein genau darauf hin, wie sie ihr Ziel erreichen werden. Sie stellen sich lebhaft vor, was sie erreichen wollen und fühlen sich auch so, als ob es schon Wirklichkeit ist. Sie geben so dem Körper ein Modell vor, nach dem er arbeiten kann. Je genauer dieses Modell im Unbewussten ausgearbeitet wurde, umso genauer kann der Körper es auch umsetzen. Dem Sieg steht somit nichts mehr im Wege.

life-science
Heißt es, sich "die Welt schönfärben"?

Winkelhofer
Mentaltraining ist ein geistiges Training und wesentlich mehr als das Antrainieren einer positiven Einstellung. Es hat nichts mit dem Aufsetzen einer rosaroten Brille zu tun.

life-science
Wo liegt die Grenze zwischen, sich selbst unterstützender Autosuggestion und Manipulation?

Winkelhofer
Autosuggestion ist Manipulation und eines der wichtigsten Werkzeuge der Selbstmotivation. Leider verstehen die wenigsten Menschen die Macht der Autosuggestion (Manipulation) und wenden Sie aus Unwissenheit täglich leider sehr oft schädigend an. Viele Menschen betreiben allein dadurch negative Autosuggestion, indem Sie selbst negativ über sich und andere Menschen denken oder reden. Sie entwerfen ein negatives Bild über sich und die anderen und manipulieren sich selbst in eine negative Richtung.

life-science
Kann man sagen, wir finden nichts dabei, uns täglich negativ zu manipulieren, aber werden skeptisch angesehen und als naiv eingestuft, wenn wir optimistisch in die Zukuft blicken und den Menschen Vertrauen entgegen bringen.

Winkelhofer
Wenn wir es mit der "negativen Brille" sehen möchten, könnten wir es so sagen. Weitere Beispiele sind: "jetzt sind wir in einer Krise, da ist es ganz schlecht etwas Neues zu tun, anstatt zu sagen: jetzt sind wir in einer Krise, jetzt ist die richtige Zeit etwas Neues zu tun!, oder statt: das kann ich nicht, das klappt nie, wenn etwas schief geht, was werden da die anderen sagen, das traue ich mir nicht zu, das schaffe ich nicht, ich bin zu alt, zu jung, bin ein Frau, habe zu wenig Bildung usw. zu sagen ich mache das und ich versuche so lange, bis ich es geschafft habe!"

Viele Menschen überlassen ihre Karriere noch immer dem Zufall. Sie schätzen Sicherheit und lassen sich ungern auf etwas Neues ein. Viele sind überzeugt, wir müssen nur mehr und angestrengter arbeiten, um aus der Krise zu kommen. Aber mehr von demselben, was bisher nicht funktioniert hat, wird auch keine besseren Ergebnisse bringen. Erfolgreiche Menschen wissen, Sie müssen die Komfortzone verlassen, um an neue, bessere Ziele zu gelangen. Nur wer bereit ist, etwas Neues zu riskieren, wird auch Besseres erlangen können.

life-science
Wenn die Wirkung von Mentaltraining so klar beobachtet werden kann, wie stark wird es im Alltag im positiven Sinne angewandt.

Winkelhofer
Leider viel zu wenig. Wenige Menschen betreiben gezielte, selbstmotivierende und aufbauende Autosuggestion (Selbstmotivation). Viele haben sogar Hemmungen mit sich selbst positiv zu kommunizieren und können eine positive Autosuggestion kaum anwenden. Zahlreiche Personen in meinen Seminaren sagen sogar, "nein das fühlt sich komisch an, wenn ich zu mir selbst sage - ja das kann ich, ja das wird klappen. Wenn es klappt, da werden mich die andern bewundern, jetzt ist es für mich die beste Zeit, weil ich eine Frau/Mann bin, schaffe ich das ganz leicht usw.

life-science
Woran kann es liegen, dass es nicht angewandt wird?

Winkelhofer
Vielleicht daran, da bisher dieses - sich selbst Positives zureden - ein schlechtes Image hatte, im Sinne von "Eigenlob stinkt". Bei manchen Menschen genießt Selbstzerfleischung wegen kleinster Missgeschicke eine stärkere Akzeptanz und ist für sie bis heute eine Selbstverständlichkeit. Gott sei Dank hat in der letzten Zeit schon ein bedeutender Sinneswandel stattgefunden. Dazu haben unsere Spitzensportler viel Pionierarbeit geleistet, wenn sie oder die Reporter sagten: "die mentale Stärke hat über Sieg und Niederlage entschieden". Meiner Einschätzung nach wird es jetzt in der Wirtschaftskrise auch denen besser gehen, die die Nerven behalten und mit mentaler Stärke die Entscheidungen treffen.

life-science
Mentaltraining wird sehr oft mit dem Slogan in Verbindung gebracht "Eigene Grenzen erweitern". Wie kann man sich das vorstellen.

Winkelhofer
Wie eingangs erwähnt - im Mentaltraining stellt man sich eine Situation in der Zukunft vor, wie es sein wird, wenn man ein bestimmtes Ziel erreicht haben wird. Es kann dabei durchaus ein Ziel sein, das für den Betreffenden sehr groß ist und er/sie  im Moment noch gar nicht weiß, wie er/sie dieses Ziel erreichen wird. Zusätzlich lenkt man im Mentaltraining seine Aufmerksamkeit auf die eigenen Stärken und Potenziale und auch auf die Einstellung, die bisher das eigene Verhalten geprägt hat. Dabei erkennt man oft, dass man sich die Grenzen nur selbst im eigenen Kopf setzt. Im mentalen Training kann man diese Grenzen gefahrlos überwinden. Man trainiert es so lange, bis man die gedanklichen Blockaden aufgelöst hat, die genau genommen nichts anderes sind, als eine falsche Vorstellung von der Realität.

Die eigenen Grenzen ausdehnen bedeutet auf jeden Fall die persönliche Komfortzone zu verlassen und sich auf etwas Neues, Unbekanntes einlassen.

life-science
Gilt dies auch für ein Bewerbungsgespräch?

Winkelhofer
Natürlich, ein Bewerbungsgespräch kann in der Tiefenentspannung (Alphazustand / Trance) trainiert werden. Beim Bewerbungsgespräch haben die KandidatInnen in erster Linie mit Angst und Nervosität zu kämpfen und können dadurch ihre Inhalte nicht mehr so gut vermitteln.

Im Mentaltraining stellt man sich das Bewerbungsgespräch in Gedanken vor. Man stellt sich vor, wie man das Büro betritt, wie man sich hin setzt, wie man seine eigenen Stärken und Fähigkeiten vorstellt, wie man interessiert über das Unternehmen nachfragt etc. Der Einzelne übt es so lange, bis er hierbei keine Angst mehr spürt. Es kann jeder mutig eine neue Strategie ausprobieren und auf der mentalen Ebene festigen. Wenn er/sie ca. fünf Mal ein Bewerbungsgespräch "angstfrei" führen konnte, wird sie sich beim realen Gespräch um 90% besser fühlen. Allein durch dieses, sich besser, sicherer, angstfreier fühlen, kann sie ihre Stärken und Potenziale besser rüberbringen. Der/die Bewerber/in wirkt souverän und kompetent.

life-science
Mentale Stärke entscheidet über Sieg oder Niederlage. Vielen Dank für das Gepräch.

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Martin Winkelhofer

gibt seit 1993 im Rahmen seiner Mentaltrainings-Feuerlauf-Seminare „das Wissen der Feuerläufer“ weiter. Er führt die Teilnehmer mit speziellen Trainingsmethoden für Körper und Geist zu ihren mentalen Ressourcen. Auf eindrucksvolle Weise erleben die TeilnehmerInnen, wie hemmende Glaubenssätze durch stärkende ersetzt werden können und wie sich dadurch der energetische Zustand Ihres Körpers ändert.


 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 29 März 2009 )
 
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