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Samstag, 04 Februar 2012
 
 
Drei heiße Patente | Drucken |  E-Mail
Image Bei Infrarotkameras denken wir primär ans Militär oder an Überwachung.
Dass man diese aber auch gezielt für eine Fehleranalyse einsetzen kann, be­weist das Team um Dr. Beate Oswald-Tranta vom Lehrstuhl für Automation.
Mit Hilfe der Infrarotthermographie arbeitet das Team rund um Dr. Beate Oswald-Tranta an einer Möglichkeit, Fehler schon bei der Produktion zu erkennen.
Drei Patente konnten in den vergangenen vier Jahren angemeldet werden.


Fehleranalyse mit Hilfe von Wärme

„Konkret wollen wir Techniken und Methoden entwickeln, um vollautomatisierte und zerstörungsfreie Materialprüfungen zu ermöglichen“, erklärt Oswald-Tranta. Das Prüfstück wird induktiv erwärmt und mit einer Infrarotkamera gefilmt. Aus den Wärmebildern der Infrarotkamera können die Wissenschafter sehen, ob das Teil fehlerhaft ist oder nicht sowie den konkreten Defekt lokalisieren. Diese Auswertungen können dann mit Hilfe eines Computers mittels Bildverarbeitungsalgorithmen voll automatisch durchgeführt werden. Zuerst wurde mit Schmiedeteilen experimentiert, die auf einem Förderband durch eine Induktionsspule bewegt wurden. Diese Methode führte zum ersten Patent. „Durch die Liegefläche hatten wir hier das Problem, dass wir praktisch eine Seite nicht mit der Kamera filmen konnten“, so Oswald-Tranta. In der nächsten Stufe wurden die Proben senkrecht durch eine Spule bewegt: so konnten Temperaturbilder von allen Seiten gemacht werden und die Analyse wurde konkreter – das zweite Patent wurde angemeldet.
Die neueste Errungenschaft ist die Fehleranalyse von Draht. „Normalerweise wird Draht erst nach der Produktion stichprobenartig überprüft, ist er fehlerhaft, muss die ganze Rolle entfernt werden“, meint Oswald-Tranta. Sinnvoller ist es, wenn bereits während der Produktion kontrolliert wird, so kann viel Geld gespart werden. Genau die­se Methode führte zum dritten Patent: „Wir können Draht nun vollautomatisch mit Hilfe der Infrarotkamera und einer Spiegelanordnung un­tersuchen und bei Defekten kann die Produktion sofort gestoppt werden“, so Oswald-Tranta über die Vorteile.

Zur Person
Dr. Beate Oswald-Tranta studierte an der technischen Universität in Bu­dapest Elektrotechnik, kam als Dissertantin an die Montanuniversität und promovierte an der Johannes-Kepler-Universität in Linz. Zehn Jahre war sie in der Industrie vor allem im Bereich der Steuerungssoftware tätig. Seit sechs Jahren arbeitet sie am Lehrstuhl für Automation in Leoben.

Weitere Infos:
Dr. Beate Oswald-Tranta
Lehrstuhl für Automation – Montanuniversität Leoben
Tel.: 03842/402-5317
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 25 August 2009 )
 
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