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 Mag. Pia Kasa Ohne Unterstützung der Führung ist eine gesunde Performance von ArbeitnehmerInnen nicht möglich.
Chefitäten beeinflussen das Arbeitsengagement, die Motivation und den Erhalt der Arbeitsfähigkeit durch ihren Führungsstil, die Gestaltung der Arbeitsbedingungen und ihr eigenes Kommunikations- und Informationsverhalten.
Gerade in Krisenzeiten stehen Mitarbeiter unter hoher Belastung. Reduktion des Personals bei gleichbleibender Arbeitslast, Restrukturierungen und zusätzliche Projekte erhöhen den Druck und Stress. Beim französischen Telekommunikationsanbieter France Télécom nahmen sich sogar 25 Menschen das Leben, weil sie unter dem Druck von Restrukturierungen im Unternehmen zerbrachen. Angst vor Arbeitsplatzverlust oder hoher Konkurrenzdruck unter der Belegschaft etwa erhöhte das Burn-out Risiko. Der „Barmer-Gesundheitsreport 2009“ kommt zu folgendem Ergebnis: Psychische Störungen beziehungsweise Verhaltensstörungen nehmen mit 16,8 Prozent Platz Zwei auf der Liste der Krankheiten, die zu Arbeitsunfähigkeit führen, ein. Davor reihen sich nur Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems. Bei der Erkrankungsdauer allerdings liegen psychische Krankheiten mit 39,1 Prozent weit vorne.
Wie hängen nun Führung und gesunde Leistungsfähigkeit zusammen?
Fehlende bzw. unzureichende Informationen und Kommunikation oder fehlende Rückmeldungen in den Abteilungen und Teams reduzieren die Produktivität und erhöhen Druck und Stress auf die Mitarbeiter. Der Bielefelder Gesundheitsexperte Prof. Bernhard Badura erklärt weitere Gründe für den Zusammenhang: Führungskräfte sind maßgeblich für die Arbeitsbedingungen und das Quantum der Arbeitsaufgaben verantwortlich. Durch ihr Verhalten beeinflussen sie bewusst oder unbewusst auch das Verhalten und die Emotionen ihrer Mitarbeiter. Ebenso beeinflusst die Art der Entscheidungsfindung und das Gestalten des Betriebsklima die Leistungsfähigkeit der ArbeitnehmerInnen.
Der Barner Gesundheitsreport 2007 nennt folgende Inhalte und Ziele guter Führungsarbeit:
1. Verbesserung des Wohlbefindens und der Gesundheit der Mitarbeiter
2. Information und Kommunikation von Zielen, Koordination von Prozessen und Gestaltung von Spielräumen
3. Regelung von Konflikten
4. Schaffen einer gesundheitsbezogenen Unternehmens- bzw. Führungskultur
Führungsstil und Unternehmenskultur stehen in einem signifikanten Zusammenhang mit der Tatsache, wie häufig Arbeitsbehinderungen auftauchen. Je mehr Partizipationsmöglichkeiten, Anerkennung und Wertschätzung den Mitarbeitern entgegen gebracht wird, desto weniger Behinderungen und Widerstände treten auf. (Vgl.: Barmer Gesundheitsreport 2007) Weiters wirkt ein mitarbeiterorientierter Führungsstil zum einen auf das aktuelle Befinden während der Arbeit und zum anderen auf die Vermeidung von längerfristigen Krankheiten und Burn-outs ein.
Wie kann Ihnen als Führungskraft der Erhalt der Leistungsfähigkeit gelingen?
1. Reflektieren Sie Ihre Überzeugungen und Ihren Führungsstil. Beobachten Sie die Reaktionen Ihrer Mitarbeiter und verändern Sie Ihr Verhalten.
2. Führen Sie laufend Gespräche mit Ihren Mitarbeitern über Ressourcen und Belastungen.
3. Führen Sie ein Betriebliches Gesundheitsmanagement System ein, um nachhaltig hohe gesunde Performance zu erreichen.
Mag. Pia Kasa berät und begleitet Führungskräfte, Entscheidungsträger, Teams, Organisationseinheiten aber auch Berufseinsteiger in allen Belangen rund um Karriere und beruflichem Erfolg. Mit einem breiten „Methodenkoffer“ zu dem auch moderne Potenzialanalysen und kreative Methoden zählen, unterstützt sie sowohl Unternehmen als auch Einzelpersonen bei Stressbewältigung, Konfliktlösung, Teambuilding, Organisationsentwicklung, Betrieblicher Gesundheitsvorsorge und viele weitere Bereiche mehr.
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