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Mittwoch, 08 September 2010
 
 
Stadt Wien zeichnet FH Campus Wien-Arbeiten mit FH Best Paper Award aus | Drucken |  E-Mail
ImageDie Stadt Wien vergab am 8. Juni 2010 erstmals den FH Best Paper Award. Der Preis zeichnet die besten Forschungs- und Abschlussarbeiten an den Wiener Fachhochschulen aus. Von der FH Campus Wien erhalten ihn Yvonne Hofmeister (Studium: Molekulare Biotechnologie), Matthias Doubek (Studium: Bauingenieurwesen-Baumanagement) sowie Matthias Hudler, Manuel Koschuch und Michael Krüger, Mitarbeiter des IT-Security Kompetenzzentrums.

Voraussetzung für die Auszeichnung ist, dass die Arbeiten dem wechselseitigen Wissenstransfer zwischen dem Wiener FH-Sektor und der Wiener Wirtschaft neue Impulse geben. Bereits seit dem Jahr 2000 fördert die Stadt Wien die Qualitätssicherung und -verbesserung in diesem Bereich. „Der Idealfall ist, dass an Fachhochschulen gewonnene Erkenntnisse für die Praxis relevant und unmittelbar umgesetzt werden. Dazu tragen Lehrende aus der Praxis, Kooperationen mit Unternehmen, Praktika bzw. berufliche Kontakte bei“, ist DI Dr. Heinz Schmidt, Rektor der FH Campus Wien, überzeugt.

Ein einfaches Modell, um Gebäude energetisch optimiert zu planen
Gerade neue Gebäude sind oft noch schwieriger zu kühlen als zu beheizen. Emissionen und Energiekosten könnten gesenkt werden, wenn die Kühllast bereits bei der Gebäudeplanung minimiert wird. Im Rahmen der Bachelorarbeit„ Vermeidung von sommerlicher Überwärmung – Entwurf eines vereinfachten Rechenmodells” entwickelte Matthias Doubek zu diesem Zweck erstmals ein vergleichsweise einfaches und in kürzester Zeit umsetzbares Rechenmodell. Bisher wurde die Thematik in der Praxis oft zu wenig berücksichtigt, da die Anwendung bestehende Modelle in der Planungsphase zu aufwändig war.

Ein neuer Impfstoff gegen das West Nil Virus
Yvonne Hofmeister verfasste ihre Bachelorarbeit „Functional Activity of Virus Antibodies in Immune Globulines: West Nile Virus, for example„ im Rahmen ihrer Tätigkeit für Baxter. Die Ergebnisse bilden eine wesentliche Grundlage für die erstmalige Entwicklung eines Impfstoffs gegen das West Nil Virus, das bevorzugt in (sub-)tropischen Regionen vorkommt. In den letzten Jahren tauchte es auch in den USA und Europa auf. Es kann in schweren Fällen eine Gehirnhaut- bzw. Gehirnentzündung verursachen. In den USA verstarben virusbedingt bereits tausende Menschen. 2009 wurde es erstmals in Österreich registriert – allerdings nur bei Tieren.

Sicherheit trotz Mobilität: Starke Kryptographie für schwache Geräte
Das Team des Kompetenzzentrums für IT-Security an der FH Campus Wien forscht auf dem Gebiet der sicheren Vernetzung mobiler Geräte. Die ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeit „Workload Characterization of a Lightweight SSL Implementation Resistent to Side-Channel Attacks” entstand in Zusammenarbeit mit der TU Graz und dem Institut of Computer Sciences, Bristol. Sie unterstützt Unternehmen dabei, mobile Datenanwendungen kosteneffizient, nachhaltig und sicher zu implementieren. Zusätzlich wird auch der Energieverbrauch verringert. Die Ausgangslage ist komplex: Der mobile Datenaustausch verändert die Anforderungen an Datensicherheit und Resistenz gegen gerade in diesem Bereich häufige Angriffe auf konkrete Implementierungen, anstatt wie sonst üblich auf den zugrundeliegenden Algorithmus – sogenannte Side-Channel-Attacks. Die Datensicherheit kann vor dem Hintergrund limitierter Speicher- und Rechenleistung von mobilen Systemen nur mit neuen Algorithmen und Technologien gewährleistet werden. Neben klassischen Telekommunikationsprodukten nützen die gewonnenen Erkenntnisse beispielsweise Systemen zur Überwachung und Leitung von Verkehrsflüssen oder zur Übermittlung und Überwachung von Umweltkenndaten.

Nähere Infos zur FH Campus Wien unter www.fh-campuswien.ac.at

FH Campus Wien
Die FH Campus Wien besteht in der heutigen Form seit 2002 und erhielt den Status „Fachhoch-schule“ im Sommer 2004. Mit rund 3.100 Studierenden ist die FH Campus Wien die größte FH in Wien und eine der größten Fachhochschulen österreichweit. In den Departments „Applied Life Sciences “, „Technik“, “Bautechnik“, „Gesundheit“ und „Soziales“ steht den Studierenden ein Angebot an rund 40 Bachelor- und Masterstudiengängen sowie Masterlehrgängen zur Auswahl. Die FH Campus Wien arbeitet insbesondere mit der Universität Wien, der Universität für Bodenkultur, der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Technischen Universität Wien zusammen. Die Gesundheits-Studiengänge werden in Kooperation mit dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) geführt. „Public Management“ wurde in Kooperation mit dem Bundeskanzleramt, „Tax Management“ mit dem Bundesministerium für Finanzen entwickelt. Zahlreiche F&E-Projekte der Studiengänge und externe Auftragsforschung werden über eigene Forschungsgesellschaften abgewickelt. Die FH Campus Wien ist mit Unternehmen, Organisationen und öffentlichen Einrichtungen ebenso vernetzt wie mit PartnerInnen-Schulen aus BHS und AHS.

Medienkontakt:
FH Campus Wien
Mag.a Sonja Wallner, MAS
Favoritenstraße 226, 1100 Wien
T: +43 1 606 68 77 –6403
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www.fh-campuswien.ac.at

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 16 Juni 2010 )
 
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