logo
paar.jpg
Home
Samstag, 04 Februar 2012
 
 
Business Creation Center Salzburg | Drucken |  E-Mail

 Mit AplusB Zentren ins Unternehmertum?

Image
DI Dr. Hittmair, vom BCCS-Business Creation Center Salzburg, sieht in der  Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis und in Geschäftsmodelle  eine große Bedeutung für die Schaffung von Innovationen und die Weiterentwicklung der österreischischen Wirtschaft.  Durch Unternehmensgründungen können wirtschaftliche Erfolge und entsprechende Einnahmen erzielt werden.

life-science: Herr Dr. Hittmair, Sie sind Geschäftsführer des AplusB Zentrums in Salzburg. Was bieten Sie und AplusB Zentren im Allgemeinen interessierten Gründern?

Dr. Hittmair: Die AplusB Zentren wurden als Anlaufstellen für Akademiker/innen, die ein Unternehmen gründen möchten, ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe ist es, den Schritt in die Selbstständigkeit und die Gründung eines Unternehmens professionell zu begleiten und zu unterstützen.

life-science: Warum sollen Wissenschafter/innen Unternehmen gründen und ihre Forschungsergebnisse wirtschaftlich verwerten? Welchen Nutzen haben sie davon?

Dr. Hittmair: Die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis und in Geschäftsmodelle ist von größter Bedeutung für die Schaffung neuer Innovationen und für die Weiterentwicklung der österreichischen Wirtschaft.

Meist werden Innovationen im Bereich der Wissenschaft nur bis zum Prototypen entwickelt, die tatsächliche Umsetzung wird nicht weiter verfolgt. Neben dem Nutzen der wissenschaftlichen Reputation können durch die Unternehmensgründung ein großer wirtschaftlicher Erfolg und entsprechende Einnahmen lukriert werden.

life-science: Welche Unterstützung bieten die AplusB Zentren interessierten Gründern/innen?

Dr. Hittmair: Betriebswirtschaftliche und fachliche Beratung, Coaching, Spezielle Qualifizierungsangebote, finanzielle Unterstützung für Produktentwicklung und Geschäftsaufbau, Einbindung in ein Netzwerk von Partnern/innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Financiers.

life-science: AplusB Zentren bezeichnen sich selbst als Inkubator. Was ist darunter zu verstehen? Und was passiert nach der Zeit im Inkubator?

Dr. Hittmair: Unter Inkubator ist eine Brutstätte zu verstehen, bei der innovative Ideen analysiert und bewertet und anschließend bei der Umsetzung der Idee bis zum Geschäftserfolg begleitet werden. Nach Ausscheiden aus dem Inkubator bleibt das Unternehmen im Gründernetzwerk integriert und wird weiterhin mit wichtigen Informationen versorgt. Gleichzeitig ist der/die Gründer/in verpflichtet, im Zuge des AplusB Mentoring bis zu drei Jahren nach der Gründung entsprechende Informationen zu liefern, wodurch ein enger Kontakt zu den Firmen bestehen bleibt.

life-science: Verläuft die Unternehmensgründung in den AplusB Zentren in allen Bundesländern gleich, oder gibt es hierbei Unterschiede? Werden überall dieselben Services angeboten?

Dr. Hittmair: Die Basisleistungen der AplusB-Zentren sind in den einzelnen Bundesländern im Wesentlichen gleich. Diese bestehen meist aus Beratungs- und Coachingleistungen, um die innovative Idee nach den wichtigsten Businesskriterien zu bewerten und zu beschreiben (Grobbusinessplan)  und im Zuge der direkten Betreuung (18 Monate im AplusB-Zentrum) mit allumfassender Begleitung und finanzieller Förderung in den Bereichen Infrastruktur, weitere Qualifizierung und im Geschäftsaufbau zu unterstützen.

Da jedes AplusB-Zentrum in den einzelnen Bundesländern je nach akademischen Einrichtungen und Wirtschaftsstrukturen, unterschiedliche Gesellschafter/innen und Partner/innen aufweist, werden die Services auf die regionalen Möglichkeiten abgestimmt.

life-science: Wovon hängt es ab, an wen sich der/die Einzelne wenden kann?

Dr. Hittmair: Grundsätzlich ist die Herkunft der/des Gründerin/s nicht vorbestimmt. Es ist jedoch notwendig, dass nur das AplusB-Zentrum fördert, in dem die Unternehmensgründung erfolgen soll.

life-science: Wir sprechen die ganze Zeit vom/von der Gründer/in in der Einzahl – welche Rolle spielt das Team bei der Unternehmensgründung?

Dr. Hittmair: Es können Einzelpersonen und Gründungsteams, bestehend aus 2 Personen, gefördert werden. Es können jedoch auch mehrere Personen in Gründungsteams mitwirken, jedoch werden nur 2 Personen gefördert.

Grundsätzlich hat sich gezeigt, dass Gründungsteams mit unterschiedlichen Rollen (Techniker/in, Manager/in, Verkäufer/in) vom Beginn an größere Erfolgschancen haben. Bei Einzelpersonen wird die Suche nach geeigneten Business- oder Start-up-Partnern/innen von den AplusB-Zentren intensiv unterstützt.

life-science: Vielen Dank für das Gespräch!

ImageDr. Rudolf Hittmair ist Geschäftsführer des AplusB Business Creation Center Salzburg (BCCS). Das BCCS hat die Aufgabe, das im Land Salzburg vorhandene Innovationspotential für akademische Firmengründungen (Spin-offs) zu nutzen und somit die Anzahl und Qualität von erfolgreichen Gründungsvorhaben zu stimulieren und unterstützen. Personen mit akademischer Ausbildung und wissenschaftliches Personal aus allen Disziplinen mit überzeugenden und innovativen Geschäftsideen sind Zielgruppe. BCCS fördert und begleitet innovative Geschäftsideen bis zur erfolgreichen Unternehmungsgründung.

Nähere Informationen:  http://www.bccs.at/

 


Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 13 September 2007 )
 
< zurück   weiter >
Advertisement   Partnerlinks
Veranstaltungen
11. - 13. Oktober Advanced Good Clinical Practice for Experts in Clinical Research

22. - 26. November Publication Workshop

 
     
Top!
Top!