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Samstag, 04 Februar 2012
 
 
Patent zur Behandlung von Alzheimer | Drucken |  E-Mail

AFFIRIS STÄRKT PATENT-PORTFOLIO FÜR ALZHEIMER-THERAPIEN

Die Affiris GmbH hat erneut ein europaweites Patent auf eine innovative Methode zur Behandlung von Alzheimer erhalten. Dabei handelt es sich um eine der Dialyse verwandte Blutreinigung, die eine Reduktion der schädlichen Eiweißablagerungen im Hirn bewirken soll. Grundlage auch dieser Methode ist die von Affiris etablierte AFFITOME-Technologie. Diese wurde bereits im Oktober 2007 für eine Alzheimer-Impfung patentiert. Die Nutzung der Technologie für die Blutreinigung unterstreicht Affiris internationale Führungsrolle bei der Entwicklung innovativer Alzheimer-Therapien, die durch ein solides Investment der deutschen MIG-Fonds auch finanziell verteidigt werden kann.
 

Die Affiris GmbH mit Sitz in Wien, Österreich, gab heute bekannt, dass dem Unternehmen ein europaweites Patent auf eine neue Methode zur Reduktion schädlicher Eiweißablagerungen (beta-Amyloid) im Hirn von Alzheimer-PatientInnen erteilt wurde. Zentraler Aspekt der Methode ist eine Blutreinigung (Apherese). Diese ermöglicht die spezifische Entfernung jener Proteine, die zu Ablagerungen im Hirn und damit zur Erkrankung führen.
 
Dr. Walter Schmidt, Geschäftsführer der Affiris GmbH, über die Bedeutung des
Patents: "Affiris hat bereits einen patentierten Impfstoff gegen Alzheimer in der klinischen Erprobung und ein zweiter wird im Laufe dieses Jahres folgen. Unsere Apherese ist ein alternativer Ansatz zur Behandlung von Alzheimer, der unsere Impfstrategie sinnvoll komplementiert. Damit ist unser Geschäftsplan für diese Indikation sehr gut erfüllt und wir werden das Potenzial der AFFITOME-Technologie nun für die Entwicklung weiterer Therapien nutzen. Getreu unserer Firmenstrategie konzentrieren wir uns dabei auf bisher unzulänglich adressierte medizinische Bedürfnisse, die ein hohes Marktpotenzial bieten, wie eben Alzheimer oder auch Atherosklerose."
 
Bei dem jetzt patentierten Verfahren werden Rezeptor-Moleküle auf einem Trägermaterial fixiert und binden das beta-Amyloid, das zu den als Plaques bezeichneten Ablagerungen in den Hirnen von Alzheimer-PatientInnen führt. Die fixierten Rezeptor-Moleküle von Affiris, welche die Reduzierung des im
Blut(-serum) vorkommenden beta-Amyloids erlauben, können im Rahmen einer Blutwäsche eingesetzt werden.
 
Der auf den ersten Blick nicht ganz naheliegende Ansatz, durch eine Blutwäsche therapeutische Effekte im Gehirn auszulösen, ist wissenschaftlich solide belegt und funktioniert dabei folgendermaßen, wie Dr. Schmidt
erläutert: "Die beta-Amyloidmoleküle, die zur Plaquebildung führen, können über die Blut-Hirnschranke aus dem Hirn abtransportiert werden. So steht ihre Konzentration im Hirn in einem Fließgleichgewicht mit der Konzentration im Blut. Reduziert man also die beta-Amyloid-Konzentration im Blut ­ wie wir es mit unserer Apherese tun ­ dann wird soviel beta-Amyloid aus dem Hirn ins Blut nachgeliefert, bis die Konzentration wieder ausgeglichen ist. Damit sollte das Entfernen des beta-Amyloids aus dem Blut die Konzentration an beta-Amyloid und seiner Bruchstücke im Hirn sukzessive reduzieren."

Schlüssel dafür sind die richtigen Bindungseigenschaften der Rezeptor-Moleküle. Dafür sorgt die Affiris AFFITOME-Technologie, die es erlaubt Moleküle mit sehr spezifischen Bindungseigenschaften zu definieren und herzustellen. Einen bedeutenden Vorteil bietet diese Technologie auch bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen körpereigene aber schädliche Proteine. Hier ermöglicht sie unter anderem das Vermeiden einer Autoimmunreaktion, wie Affiris mit seiner ersten Alzheimer-Impfung bereits gezeigt hat.
 
Zur AFFITOME-Technologie meint Michael Motschmann, leitender Fondsmanager der MIG-Fonds: "Die AFFITOME-Technologie hat ihr Potenzial bereits mit der Alzheimer-Impfung bewiesen, die derzeit in der klinischen Erprobung ist. Dieses Potenzial werden wir nun als Investoren gemeinsam mit der Affiris für zusätzliche medizinische Indikationen weiter entwickeln. Damit bestärkt das Unternehmen seine Führungsrolle bei innovativen Alzheimer-Therapien durch eine diversifizierte Pipeline!"
 
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 06 März 2008 )
 
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