Firmenkooperationen mit der VUW
Zusammenfassung
des Vortrages von Rektor Freiherr v. Fircks
Traditionelle Forschung für dieTiergesundheit und
seit den letzten Jahren auch an humanmedizinischen Fragestellungen
An
der Veterinärmedizinischen Universität Wien wird
traditionell auf sehr hohem Niveau für die Tiergesundheit gearbeitet
und geforscht. Daneben hat sich in den letzten Jahren aber auch die
wissenschaftliche Forschung an humanmedizinischen Fragestellungen
etabliert, die hier natürlich in hohem Masse auch von den Synergieeffekten,
die sich aus der Zusammenarbeit mit der Tiermedizin ergeben können,
profitiert. Und gerade diese erfolgreiche Symbiose eröffnet viele
Berührungspunkte zwischen der Universität und der Wirtschaft,
sowohl im Bereich der Entwicklung von Arzneimitteln, in der Diagnostik,
bei der Untersuchung von gesundheitlichen Auswirkungen durch die Nutzung
vorhandener oder die Entwicklung neuer Produkte. Aber auch bei der
allgemeinen Klärung von Lebensbedingungen, wie z.B. beim Einfluss
des Raumklimas auf die Gesundheit oder beim Entstehen von Allergien,
gäbe es Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit.
Die Schnittstellen zu Wirtschaftsunternehmen
Im Speziellen bedeutet dies, dass sich Wirtschaftsunternehmen
insbesondere in allen diagnostischen Fragen an die VUW wenden können,
also wenn es darum geht, Zusammensetzung und Wirkweise auf den Organismus
aufzuklären: dazu gehören natürlich alle Fragen der
Virologie, Bakteriologie und Parasitologie. Aber auch in allen Fragen
der Pharmakologie und Physiologie, wenn es darum geht, die Wechselwirkung
zwischen chemisch-physikalischen Prozessen und Organsystemen aufzuklären,
ist die VUW ein kompetenter Ansprechpartner. Darüber hinaus ist
die Universität aber auch ein sehr guter Ansprechpartner bei
allen Fragen des Risk-Assessments im Lebensmittelbereich, sowohl was
die Produktion, den Transport, den Vertrieb als auch den Verzehr betrifft.
Wie bereits angedeutet, gehört auch das Umweltassessment zu unserem
Qualifikationsprofil.
Unterschiedliche Sichtweisen und Prioritäten
akzeptieren
Wird nun eine Kooperation zwischen einem Wirtschaftsunternehmen
und der VUW vereinbart, so setzt die VUW voraus, dass die unterschiedliche
Sichtweise und Prioritätensetzung akzeptiert wird. Die primäre
Zielsetzung der Universität liegt darin, neue Erkenntnisse zu
gewinnen und diese zu verbreiten. Die Universität will nicht
gesicherte Verfahren in immer größerem Maßstabe für
verbilligte Produktion einsetzen, sondern sie will angeblich gesicherte
Erkenntnisse in Frage stellen, um neue, verbesserte Lösungen
für alte oder neue Probleme zu suchen.
Sie will insbesondere ihre Studierenden befähigen,
mit Neugier selbständig neues Wissen zu erarbeiten, indem sie
ihnen gerade an Hand der nicht gelösten Herausforderungen den
bisherigen Stand des Wissens nahe bringt. Auf dieser Grundlage freut
sich die VUW, wenn von ihr erarbeitetes Wissen einer wirtschaftlichen
Verwertung zugeführt wird, die hilft, wiederum den Lehr- und
Forschungsprozess zu verbessern und die Lebensqualität von Mensch
und Tier zu steigern.
Die praktischen Möglichkeiten einer Firmenkooperation
Im
Hinblick auf die oben beschriebenen vielfältigen Möglichkeiten
der Zusammenarbeit und dem Wunsch der VUW, durch die Kooperation mit
Wirtschaftsunternehmen die Forschung an aktuellen wissenschaftlichen
Fragestellungen voranzubringen, fördert die VUW Firmenkooperationen
bis hin zur Möglichkeit, Büro- und Laborflächen in
der Universität von Wirtschaftsunternehmen nutzen zu lassen,
sowie die in der Universität erarbeiteten wissenschaftlichen
Erkenntnisse und Patente einzusetzen. Dabei geht es der VUW jedoch
immer darum, dass diese Kooperationen auch dem Lehr- und Forschungsprozess
zu Gute kommt, weshalb lediglich dann Vermietungen oder Dienstleistungen
in Frage kommen, wenn wenigstens die Einnahmen zusätzliche Verbesserungen
für den Lehr- und Forschungsprozess ermöglichen.
Kontaktmöglichkeit über die Expertendatenbank
Wenn ein Wirtschaftsunternehmen zu einem bestimmten
wissenschaftlichen Problem mit der VUW kooperieren möchte, sei
an dieser Stelle auf die an der Universität etablierte Expertendatenbank
(http://zvwww.vu-wien.ac.at/vuw/service/vuw.expertenforum.suche),
sowie auf das FFI, das Büro für Forschungsförderung
und Innovation, hingewiesen.