Integrationsmodell - ein zukunftsweisender Weg

Die Zusammenarbeit zwischen Austrianova und der Veterinärmedizinischen Universität zielt darauf ab, Expertenwissen auf höchstem Niveau in der Wissenschaft und professionelle wirtschaftliche Umsetzung in einer auf Dauer angelegten Kooperation zu vereinen.

Das neue UG sieht eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Universitäten vor. Kooperationen zwischen diesen Partnern sind nichts völlig Neues. Sie werden bereits seit Jahren, meist in Form von Auftragsforschung in konkreten Projekten, mehr oder weniger erfolgreich durchgeführt. Neu sind hingegen Kooperationen, die auf Dauer angelegt sind und die eine starke Verflechtung von Unternehmen und Universität mit sich bringen. Die Zusammenarbeit zwischen der AUSTRIANOVA und der Veterinärmedizinischen Universität Wien, kurz "Integrationsmodell" genannt, ist ein Beispiel für eine derartige Forschungs- und Wirtschaftsgemeinschaft.

Wie funktioniert das Integrationsmodell

Die zentrale Aufgabe des Unternehmens Austrianova - das sich am Markt als Spezialist für vektorbasierte Gentransport-Systeme positioniert - ist es, die am Institut für Virologie gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse in wirtschaftlich verwertbare Produkte umzusetzen. Im Mittelpunkt steht die Erforschung und Entwicklung gentherapeutischer Komplettprogramme zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs und Brustkrebs. Die wirtschaftliche Verwertung der wissenschaftlichen Forschungsergebnisse ermöglicht weiters, dass Finanzmittel an die Universität bzw. an das Institut zurückfließen und wieder der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung stehen.
Darüber hinaus ist Austrianova offen für Kooperationen mit internationalen Unternehmen, die an verschiedensten gentherapeutischen Anwendungen arbeiten, aber nicht über geeignete Gentransport-Systeme verfügen. Im Rahmen dieser Co-Developments versteht sich Austrianova als Lieferant für Gentransport-Systeme.

Eine weitere positive Auswirkung ist, dass aus der Zusammenarbeit zahlreiche neue hochqualifizierte Arbeitsplätze hervorgehen. Universitäts- und Firmenangehörige arbeiten gemeinsam an Projekten, ohne Rücksicht auf ihre Zugehörigkeit. Ressourcen werden gemeinsam genutzt, Ergebnisse gemeinsam verwertet.

Die Vorteile einer solchen Kooperation liegen für beide Seiten auf der Hand: Auslastung vorhandener Ressourcen sowohl im labortechnischen Bereich als auch im Bereich des Expertenwissens. Wechselseitige Ergänzung in Bereichen, die jeweils nur von einem Partner abgedeckt werden können.

Vorteile für die Wissenschaft im allgemeinen und die Universität:

  • Die Universität kann den Rückfluss an Geldmitteln für die Grundlagenforschung verwenden. In Summe stehen der Universität so mehr Mittel für die Forschung zur Verfügung.

  • Die Universität gewinnt wissenschaftliches Renommée im Bereich der Anwendungsforschung und wird verstärkt mit der praktischen Entwicklung innovativer Heilmethoden in Verbindung gebracht. Parallel dazu kommt es zu einer Erhöhung der Bekanntheit auch in außeruniversitären und nicht wissenschaftlichen Kreisen. Die Kooperation bringt eine verstärkte öffentliche Präsenz mit jenen Fachbereichen, in denen die Universität über spezielle und vertiefte Kompetenz verfügt bzw. diese kontinuierlich weiter entwickelt.

  • Wissenschaftliche Theorien werden in der Praxis erprobt. Sie unterliegen einer permanenten Rückkoppelung mit den praktischen Anforderungen und werden so auf ihre Anwendbarkeit und Relevanz hin überprüft. Dies führt zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung in Wissenschaft und Forschung. Impulse für die Forschung werden aus der Praxis gewonnen. Die wissenschaftlichen Fragestellungen generieren sich aus den Herausforderungen des Lebens.

  • Praxisbezug - die Studierenden erleben bereits während des Studiums, wie das Wissen in der Praxis angewandt wird. Es stärkt die Motivation für das Studium und sie gewinnen während der Ausbildung einen besseren Einblick, wie Wirtschaftsunternehmen funktionieren. Die Studierenden werden besser auf ihren späteren Beruf vorbereitet. Sie können ihre Berufsentscheidung auf einer breiteren Informationsbasis treffen. Durch die Kooperation mit einem Wirtschaftsunternehmen gewinnt die Universität wirtschaftsspezifisches, praxisorientiertes Wissen aus erster Hand.

Vorteile für das Wirtschaftsunternehmen am Beispiel von Austrianova

  • Das Wirtschaftsunternehmen hat durch die enge Kooperation mit der Universität jederzeit Zugang zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen (auch in sehr speziellen Bereichen), ist immer über den "state of the art" in den diversen Forschungsdisziplinen informiert.

  • Austrianova ist direkt am Campus der Veterinärmedizinischen Universität (Institut für Virologie) angesiedelt. Dadurch hat das Unternehmen direkten Zugang zu modernsten In-house-Forschungseinrichtungen (S2- und S3-Labors bzw. Geräte) und verfügt über eine optimale Infrastruktur (Be- & Entlüftung, Abwasser, Abfall) bzw. Einrichtungen der Universität (Bibliothek, Festsaal,...).

  • Durch die Universität ist die Austrianova in starke lokale, nationale und internationale Netzwerke eingebunden. Zum einen bringt es eine enge Zusammenarbeit mit anderen Instituten der Vet-Med (Pathologie, Tierversuchswesen, Kliniken usw.), zum anderen eröffnen sich wertvolle Kontakte und Verbindungen zu internationalen Forschungs- und Bildungsinstitutionen.

  • Das Wirtschaftsunternehmen kann spezifisch ausgebildete Jungabsolventen direkt von der Universität rekrutieren, die bereits im Rahmen des regulären Studiums Erfahrungen damit sammeln konnten, worauf es in ihrem Wirtschaftsunternehmen ankommt. Die enge Verbindung zur Universität macht Austrianova zu einem attraktiven Arbeitgeber, z.B. auch für hochqualifiziertes wissenschaftliches Personal aus dem Ausland.

Derzeit wird am Institut für Entrepreneurship & Innovation an der Wirtschaftsuniversität Wien an einer Untersuchung über die Erfolgsfaktoren der Kooperation zwischen Universität und Wirtschaftsunternehmen gearbeitet, wobei dieses Integrationsmodell im speziellen betrachtet wird. Ergebnisse dazu sind im Juli 2003 zu erwarten.

Ihre Ansprechpartner für Kooperationsanfragen:

Die Veterinärmedizinische Universität steht auch weiteren Kooperationen offen gegenüber. Stellungnahme von Rektor Freiherr v. Fircks zu Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen.
Bei Interesse wenden Sie sich am besten an:
Allgemeine Anfragen: Dipl.-Ing. Reingard NETO.
Forschungsfragen: Vizerektor o. Univ. Prof. Dr. Chlodwig FRANZ,
Anfragen f. Ressourcen: Vizerektor tit. a.o. Univ-.Prof. Univ.Doz.Dr. Erich MÖSTL,

Die Austrianova ist offen für Kooperationen mit internationalen Unternehmen, die an verschiedensten gentherapeutischen Anwendungen arbeiten, aber nicht über geeignete Gentransport-Systeme verfügen. Erfahren Sie mehr über die Kooperationsmöglichkeiten mit der Austrianova.
Ihre Anfrage richten Sie an:
Finanz und Ressourcen: Mag. Thomas Fischer,
Forschung und Entwicklung: PD Dr. Brian Salmons


Weiterer Artikel zum Thema: "Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit" Worauf es beim Aufbau von Kooperationen ankommt, welche Fragen im Vorfeld beantwortet werden sollen.

recherchiert von: Gisela Zechner
2. April 2003

 


© by life-science.at