Neue Polymerbausteine Drucken E-Mail
eingereicht von: Dr. Klaus Bretterbauer
Firma/Univ.: Johannes Kepler Universität, Institut für Chemische Technologie Organischer Stoffe
in Kooperation mit: Borealis Agrolinz Melamine GmbH

Melamin wurde bereits 1834 entdeckt, erreichte aber erst in den 1930ern mit der Herstellung von Melamin-Formaldehydharzen kommerzielle Bedeutung. Bis heute sind Melamin und dessen Folgeprodukte als Rohstoffe in der Erzeugung verschiedenster, uns im täglichen Leben begegnender Produkte wie Laminatböden, Küchenarbeitsplatten, diversen Haushaltsartikeln aber auch hoch widerstandsfähigen Beschichtungen für Banknoten oder knitterfreier Textilien zu finden. Der Großteil dieser Produkte benötigt neben der Melaminkomponente giftigen Formaldehyd zur Fertigung. Es ist von hohem öffentlichem Interesse Formaldehyd aus der Produktion und somit dem Endprodukt zu entfernen.

Das Hauptaugenmerk der Kooperation bestand in der Synthese von Melaminderivaten zur Erschließung neuer Methoden und Wege zur formaldehydfreien Vernetzung von Melamin sowie der Einbringung der bereitgestellten Komponenten in bestehende oder verwandte Märkte. Im Rahmen der angewandten Forschung wurden am Institut für Chemische Technologie Organischer Stoffe der JKU mehr als 25 neue Melaminderivate in vier verschiedenen Substanzkassen synthetisiert und umfassend physikalisch-chemisch beschrieben.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. Februar 2011 um 14:39 Uhr