Chemie mit Mikrowellen Drucken E-Mail
eingereicht von: ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Christian Oliver Kappe
Firma/Univ.: Universität Graz, Institut für Chemie
in Kooperation mit: Anton Paar GmbH

 

 

Die meisten chemischen Reaktionen verlaufen bei Umgebungstemperatur nur sehr langsam, sodass Reaktionsgemische oft auf relativ hohe Temperaturen erwärmt werden müssen, um praktikable Reaktionszeiten zu gewährleisten. Durch den Einsatz von Mikrowellen in Kombination mit druckfest verschlossenen Reaktionsgefäßen (Prinzip des Druckkochtopfes) können chemische Reaktionsgemische innerhalb kürzester Zeit und sehr energieeffizient auf hohe Temperaturen erwärmt werden. Dadurch kann oft eine Verkürzung der Reaktionszeit von mehreren Stunden unter konventionellen Bedingungen auf wenige Minuten unter Mikrowellenbedingungen erreicht werden. Dies ist ein Effekt der für die effiziente und resourcenschonende Herstellung von Arzneistoffen, Pflanzenschutzmittel und vielen anderen Chemikalien des täglichen Gebrauchs von enormer Bedeutung ist („Green Chemistry“).

Im Rahmen des Christian Doppler Labors für Mikrowellenchemie (CDLMC) wird seit einigen Jahren zu diesem Thema gearbeitet, wobei neben physikalisch-chemischen Grundlagenstudien zur Mikrowellenchemie („Mikrowelleneffekte“) vor allem die Entwicklung modernster Labormikrowellengeräte für die chemische Synthese im Gramm- und Kilogramm-Maßstab im Vordergrund steht.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. Februar 2011 um 14:10 Uhr