"In-vitro"-Modell zur Bewertung von Phytopharmaka Drucken E-Mail
eingereicht von: Ao. Univ. Prof. Mag. Dr. Florian Überall
Firma / Universität: Universität Innsbruck, Biozentrum Innsbruck, Sektion für Medizinische Biochemie
in Kooperation mit: natest Naturstofftestung GmbH, PADMA AG
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Etablierung eines „In-vitro“-Modells zur molekularen Risiko-Nutzenbewertung von Phytopharmaka

Im Gegensatz zu isolierten oder chemisch synthetisierten Wirkstoffen bestehen pflanzliche Extrakte aus einer Vielzahl von Einzelsubstanzen, welche zu unterschiedlichen chemischen Stoffklassen gehören. Die Wirkprofile von Mehrstoffgemischen sind durch Interaktionen, Synergien und Interferenzen der einzelnen Phytochemikalien geprägt. Auch in der Zielzelle finden nach Aufnahme multiple Wechselwirkungen mit einer Vielzahl von Molekülen statt.

Den Pharmazeuten ist der Umgang mit mehrstofflichen Pflanzenrezepturen vertraut (z.B. tradierte pflanzliche Hausmittel). Konventionelle Verfahren zur Standardisierung von Vielstoffgemischen sowie zur Beschreibung von Wirksignaturen stoßen jedoch häufig an ihre Grenze, da das Erfassen des komplexen nichtlinearen Signalverhaltens mit den klassischen Methoden nicht möglich ist.

Ein zu validierender Ansatz ist die Verwendung von „-omics“ Technologien. Wir haben in unterschiedlichen Zellmodellen mit einer auf die Genexpression fokussierten Hochdurchsatz-Screeningmethode die multifaktorielle Signalwirkung von Vielstoffgemische analysiert und die aufgefundenen Wirkmechanismen mit klassischen Bioassays rückbestätigt.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 04. Mai 2012 um 13:57 Uhr